Aleksandr Izmajlov

Holzskulpturen von Aleksandr Izmajlov
Das Leben als ständige Suche
Selbstverwirklichung in der Kunst
Die Welt und die Zeit sind unendlich, und
unterschiedlich bis gegensätzlich sind die Meinungen über eine und dieselbe
Erscheinung. Der Gedanke ist auf ständiger Suche nach dem Sinn des Dasein.
In seinen Skulpturen aus Holz versucht
Aleksandr Izmajlov, seine philosophische Lebensauffassung auszudrücken. Dem
Betrachter seiner Werke wird dieser Psychologismus nicht entgehen. Sie
unterliegen keiner eindeutigen Definition. Sie fordern zum Denken auf und führen
zum tieferen Verständnis des Sein.
Die Eigentümlichkeit seiner Arbeiten
besteht darin, daß sie zwei Autoren haben die Natur und den Künstler.
Aleksandr Izmajlov sagt, daß er mit der Natur zusammenarbeitet. Durch die Form
des Naturmaterials wird die Idee bestimmt und die künftige Arbeit vorbestimmt.
Aus der Schöpfung der Natur entsteht durch Bearbeitung und – besonders bei
den späteren Werken – Hinzufügung von Details ein Kunstwerk.
Obwohl viele Jahre in Deutschland, bewahrt
Aleksandr Izmajlov in sich das russische Element und bringt es in manchen Werken
zum Ausdruck. Einige davon sind ein Ergebnis der Befassung des Künstlers mit
russischen Legenden. Das Besinnen auf den Ursprung des russischen Geistes, daß
schon immer in der russischen Diaspora keimte, wird gefördert durch die
Literatur aus Rußland.
Aleksandr Izmajlov hat angefangen, das
Ungewöhnliche in den einfachen Dingen der Natur zu sehen als er, damals
Matrose, von mehrmonatigen Aufenthalten auf See zurückkehrte. Später
bereicherten Wanderungen in den Bergen seine Phantasie. Die ersten Werke aus
Holz schuf er in Kirgisien. In Deutschland wurde sein Stil deutlich abstrakter.
Die meisten seiner Arbeiten sind in seiner
Wohnung in Herford zu sehen. Aleksandr Izmajlov zeigte sie auf Ausstellungen in
Sankt Petersburg, Hiddenhausen, Rheda-Wiedenbrück und Bad Salzuflen. Das
Interesse, mit dem sie aufgenommen wurden, gibt ihm zusätzliche Kraft zum
Schaffen.