|
Hella KLOEVEKORN
Realität ist für mich ein dehnbarer Begriff, da ich sie nur als Wahrnehmung des Einzelnen entsprechend seinem jeweiligen Bewußtsein empfinde. Als sog. Wirklichkeit nehme ich z.B. den ständig wachsenden Verlust unserer natürlichen Umwelt, die Reduzierung der vielfältigen Pflanzen- Lind Tierwelt wahr, wodurch immer weniger erholsame Ruhe auf den Menschen einwirken kann. In meiner Malerei schaffe ich nun aus einem inneren Drang heraus neue Formen pflanzlicher Natur, wobei ich kaum auf einen Baum in den Bildern verzichte. In den Bäumen, Pflanzen, Wurzeln oder dem Erdreich lasse ich gern Gesichter oder Gestalten erkennen, um auf das Leben in uns und um uns aufmerksam zu machen. Transparent gemalte Pflanzen oder Bereiche sollen auf die Vielfalt der Natur hinweisen, die wir mit unseren Augen nicht unbedingt zu erkennen vermögen. Weil alles in der Natur ein Fließen ist, verwandle ich gern die Elemente. So ist des öfteren nicht erkennbar, ob es sich um Wasser oder Luft handelt. Ich versuche auf diese Weise, den Betrachter in eine harmonische Welt einzuladen, ihn in einen anderen Bereich der Wahrnehmung zu führen, wo er sanfte Farben Lind Formen vorfindet. Er soll in der Zeit der Hektik einfach einmal ein bißchen träumen und zu sich selbst finden.
|